Laut WikiLeaks wurde Julian Assange am Donnerstag in London verhaftet, um in die Vereinigten Staaten ausgeliefert zu werden. Scotland Yard hat das inzwischen bestätigt. Dem Gründer der Enthüllungsplattform droht dort ein Prozess wegen Geheimnisverrats. Ecuador hat Julian Assange das diplomatische Asyl entzogen. Anschließend wurde der Australier von der britischen Polizei aus der ecuadorianischen Botschaft geschleppt und verhaftet. Assange hatte seit 2012 in der Botschaft gelebt, um einer Auslieferung in die USA zu entgehen. Mehr zum Thema - London: LIVE-Video: Assange droht heute Ausweisung aus ecuadorianischer Botschaft in London Assange wird angeblich in Kürze verhaftet! Wie WikiLeaks nach der Festnahme in einem Tweet mitteilte, sei diese erfolgt, um Assange an die USA auszuliefern.
BREAKING: Assange has been arrested for extradition to the United States for publishing.https://t.co/vvbZBOgCwL
Die britischen Behörden werfen Assange Verstöße gegen Kautionsauflagen vor, die im Zusammenhang mit einem inzwischen eingestellten Verfahren erlassen wurden. Scotland Yard hat indes bestätigt, dass Assange nicht wegen dieser Verstöße, sondern im Namen der USA verhaftet wurde, nachdem London einen Antrag auf Auslieferung erhalten hatte. Ecuadors Präsident Lenín Moreno bezeichnete die Ausweisung des WikiLeaks-Gründers als einen "souveränen Akt" und begründete diesen damit, dass Assange gegen Asyl-Auflagen verstoßen habe. Die britischen Behörden hätten ihm zugesichert, Assange nicht an ein Land auszuliefern, in dem ihm die Todesstrafe oder Folter drohen.
WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist nach Angaben der britischen Polizei in London festgenommen worden. Zuvor hatte ihm der amtierende Präsident Ecuadors, Lenín Moreno, das diplomatische Asyl entzogen. Assange droht die Auslieferung in die USA. https://www.instagram.com/p/BwHHvUUhOV9/?utm_source=ig_web_button_share_sheet Laut Angaben der Metropolitan Police in London wurde die Sicherheitskräfte vom ecuadorianischen Botschafter in das Gebäude eingeladen. Der ecuadorianische Präsident Lenín Moreno bezeichnete die Ausweisung des WikiLeaks-Gründers als einen "souveränen Akt":
In a sovereign decision Ecuador withdrew the asylum status to Julian Assange after his repeated violations to international conventions and daily-life protocols. #EcuadorSoberanopic.twitter.com/pZsDsYNI0B
Der britische Außenminister begrüßte die Verhaftung. Assange sei "kein Held", und "niemand stehe über dem Gesetz".
Julian Assange is no hero and no one is above the law. He has hidden from the truth for years. Thank you Ecuador and President @Lenin Moreno for your cooperation with @foreignoffice to ensure Assange faces justice
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte via Facebook zur Festnahme von Assange:
Die Hand der 'Demokratie' drückt der Freiheit die Kehle zu.
WikiLeaks widersprach der Version der britischen Polizei:
Julian Assange ist nicht 'aus der Botschaft herausgelaufen'. Der ecuadorianische Botschafter lud die britische Polizei in die Botschaft ein, und er wurde sofort verhaftet.
URGENT
Julian Assange did not "walk out of the embassy". The Ecuadorian ambassador invited British police into the embassy and he was immediately arrested.
Der ehemalige Präsident Rafael Correa, unter dessen Regierung Assange politisches Asyl und die ecuadorianische Staatsbürgerschaft erhielt, fand harte Worte für die Entscheidung des aktuellen Präsidenten Moreno, das Asyl für den WikiLeaks-Gründer aufzuheben:
Der größte Verräter der ecuadorianischen und lateinamerikanischen Geschichte, Lenín Moreno, erlaubte der britischen Polizei, unsere Botschaft in London zu betreten, um Assange zu verhaften.
Moreno ist ein korrupter Mann, aber was er getan hat, ist ein Verbrechen, das die Menschheit nie vergessen wird.
The greatest traitor in Ecuadorian and Latin American history, Lenin Moreno, allowed the British police to enter our embassy in London to arrest Assange. Moreno is a corrupt man, but what he has done is a crime that humanity will never forget. https://t.co/XhT51MA6c6
Hinweis: Das RT-Exklusiv-Video von der Festnahme Julian Assanges ist von YouTube aus bisher unbekannten Gründen in Deutschland, Österreich und der Schweiz blockiert worden. Für Zuschauer und Leser aus anderen Ländern ist das Video sichtbar. RT-Leser in Deutschland können die Sperrung umgehen, in dem sie einen anderen Proxy nutzen, etwa hier oder hier. Das Video ist aber auch über alle anderen RT-Deutsch-Kanäle in den sozialen Medien einsehbar. Einfach die Verlinkung anklicken oder die https-Adressen rauskopieren:
Der neue Mobilfunk-Standard 5G wird eine völlig neue Strahlen Umgebung für Flora und Fauna schaffen. Die Strahlung wird intensiver und kurzwelliger, damit „härter“ – sie ähnelt in ihrer Wellenform und Wirkung einer Strahlenwaffe. Zudem sollen bald Tausende von Satelliten 5G von oben fördern.
Warum wir wegen 5G jetzt handeln müssen. Offizier packt aus. TEIL 1
Warum wir wegen 5G jetzt handeln müssen. Offizier packt aus. TEIL 2
Prof. Dr. Werner Thiede warnt vor den Folgen und plädiert für wissenschaftliche Tests auf gesundheitliche Unbedenklichkeit vor der Einführung.
Digitalisierung first Bedenken second
Nicht nur Industrie und Wirtschaft, sondern auch große Teile der Bevölkerung freuen sich auf den bevorstehenden Mobilfunk der fünften Generation (5G). Die Politik unserer Tage sieht ihn demgemäß fast einhellig positiv. Schließlich brauche die „Gigabit-Gesellschaft“ diese neue Technologie, um die jetzt immer rasanter fortschreitende Digitalisierung um- und durchzusetzen. „Digitalisierung first, Bedenken second“ – diese ethisch fragwürdige, aus dem zurückliegenden Bundestagswahlkampf der FDP stammende Parole findet nicht nur bei den Liberalen Zustimmung.1 Mobilfunk-Übertragung nahezu in Echtzeit ist beispielsweise erforderlich zur Steuerung „autonomer“ Autos und überhaupt für das anvisierte „Internet der Dinge“. Indem 5G-Funk höhere Frequenzbereiche als bisher nutzt, werden bis zu hundertmal höhere Datenraten als noch bei 4G übertragbar – und dabei weltweit Milliarden von Mobilfunkgeräten gleichzeitig ansprechbar. Ein 5G-Smartphone soll dann rund 600-fach schneller einen Film laden können als ein bisheriger DSL-Anschluss. Kein Wunder, dass heuer die Mobilfunk-messe in Barcelona den 5G-Standard erwartungsfroh gefeiert hat und viele Kunden auf noch mehr Beschleunigung ihres Lebens hoffen. Insbesondere die Industrie 4.0 setzt für den maschinellen Einsatz Künstlicher Intelligenz in den Fabriken auf 5G als Basis der digitalen Wirtschaft der Zukunft.
Doch die höheren Frequenzen dieser neuen Mobilfunk-Generation funktionieren physikalisch nur über kürzere Distanzen. Deshalb soll das Funkzellen-netz insgesamt deutlich engmaschiger ausgebaut werden. Die Strahlenbelastung für Mensch und Natur wird in der Folge deutlich ansteigen. Das aber kann nicht allen gefallen. Wer sich informiert hat, weiß grundsätzlich, dass Mobilfunk in zweierlei Hinsicht problematisch ist: langfristig wegen eines mit ihm verbundenen Krebsrisikos 2, kurzfristig wegen seiner schmerzlich spürbaren Wirkung auf Elektro-sensible. 3 Diese Problematiken werden sich bei dem neuen 5G-Standard aller Voraussicht nach erheblich verstärken.
Wahrscheinlich krebserregend
Derzeit aktualisiert die Internationale Kommission für den Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP) ihre Richtlinien zur Strahlenexposition: Die Grenzwert Empfehlungen dieses industrienahen Vereins sollen 5G-fähig gemacht werden – wohl in Analogie zu früheren Verlautbarungen vor allem mittels Reduktion auf den Aspekt der Wärmewirkung. Kürzlich hat aber Professor James C. Lin, der selbst von 2004 bis 2016 ICNIRP-Kommissar und von 2008 bis 2012 sogar Vorsitzender des Ständigen Ausschusses für Physik und Technik der ICNIRP war, in der Zeitschrift IEEE Microwave Magazine festgestellt: Die Ergebnisse der Handystrahlen-Studie des regierungsamtlichen National Toxicology Programm (NTP) in den USA – der größten Studie ihrer Art weltweit – deuten darauf hin, dass die bisherigen Richtlinien zum Schutz der menschlichen Gesundheit bei Hochfrequenz-Exposition unzureichend sind. Lin empfiehlt, dass die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) innerhalb der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Forschung neu bewertet und die Einstufung der Mobilfunk-Strahlung von bisher „möglicherweise krebserregend für den Menschen“ (Gruppe 2B) auf „wahrscheinlich krebserregend“ (Gruppe 2A) heraufsetzt.4 Doch die ICNIRP vertritt ihrem gewohnten Konzept gemäß die Ansicht, dass die Hinweise auf ein Krebsrisiko durch Mobilfunkstrahlung in der NTP-Studie nicht überzeugend seien, also gar nicht zur Überarbeitung der Exposition-Standards herangezogen werden sollten!5 Demgegenüber fordert jetzt eine US-amerikanische Zusammenschau verschiedener Studien unter dem Titel „Cancer epidemiology update“, dass hochfrequente Strahlung klar als krebserzeugend für Menschen einzustufen sei – nämlich sogar hoch in Gruppe 1 bei der IARC gehöre!6
Freilich wird sich die Digitalisierungspolitik an den verharmlosenden Verlautbarungen der ICNIRP und nicht an warnenden Forschungsresultaten orientieren. Denn würde die WHO den Mobilfunk offiziell als (wahrscheinlich) krebserzeugend für den Menschen einstufen, dann dürften die Digitalisierungsprogramme der nahen Zukunft wohl kaum wie geplant umgesetzt werden. Doch man stellt sich ja rund um den Globus bereits freudig auf 5G ein, um der Digitalisierung noch intensiver frönen zu können. Also darf nicht wahr sein, was nicht ins Programm passt …
Der neue Funk dürfte mit seiner speziellen Strahlung den Menschen regelrecht auf die Pelle rücken. In erschreckend geringen Abständen wird dann von Straßenlaternen, Ortsschildern, Straßen-möbeln, Stromverteiler- und Kabel-Abzweigkästen für Telefon und Internet, Telefonmasten oder Hausecken aus gesendet. Zahlreiche weitere Masten beziehungsweise Antennen werden für 5G zu den bisherigen hinzukommen – was übrigens die Sicherheitsproblematik bei der Etablierung von 5G-Netzen nicht eben vermindert.7
Vom Himmel und von vielen Seiten
Damit nicht genug: Tausende von Satelliten sollen in den Orbit geschossen werden, sodass die 5G-Strahlung so gar „vom Himmel hoch“ unterstützt und mithin ultra-schnelles, lückenloses Internet auf jedem Quadratmeter der Erde möglich wird.8 Elon Musk, Gründer des US-amerikanischen Unternehmens Tesla, möchte nächstes Jahr ein Netz von zahlreichen erdnahen Satelliten installieren.9 Etwa zehn weitere Firmen wollen ebenfalls einige Tausende Satelliten installieren, um Mobilfunk von oben zu senden. Bisher waren weltweit nur etwas über hundert Mobilfunk-Satelliten aktiv. Werden die staatlichen Genehmigungen für diese titanischen Satellitenprojekte erteilt werden?
Das alles gibt zu größter Sorge Anlass, denn mit 5G steigen die gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung weiter an. Daher unterzeichneten seit vorigen Herbst über 200 Wissenschaftler und Ärzte aus 36 Ländern einen 5G-Appell, in dem sie ein Moratorium forderten und davor warnten, „Millionen von Menschen einem Experiment mit unklaren Auswirkungen auf die Gesundheit auszusetzen.“10 Im April 2018 bekräftigte die International Society of Doctors for Environment in einer Erklärung zu 5G unter Berufung auf das ethische Vorsorgeprinzip die Forderung nach einem Moratorium beim Ausbau in Europa.11 Aktuell wird der Internationale 5G-Appell mit Unterzeichnern aus allen Erdteilen den Vereinten Nationen, der Weltgesundheitsorganisation und der Europäischen Union vorgelegt: Er drängt darauf, 5G auf der Erde und im Orbit zu stoppen, weil mit diesem Rollout ein planetarischer Notstand droht.12
Die hochfrequenten Mikrowellen im neu geplanten Bereich von bis zu 100 Gigahertz werden mit ihren sehr kurzen Wellenlängen von nur wenigen Zentimetern oder Millimetern zumindest bei Frequenzen über 20 Gigahertz primär von der Haut absorbiert. Aber könnte es nicht sein, dass die magnetischen Anteile elektromagnetischer Felder tiefer als die elektrischen in den Körper einwirken? Das überlegt der amerikanische Biochemiker Prof. Martin L. Pall.13
Schließlich muss, da die Wellenlängen bei 5G so kurz werden, dass bei normaler Mauer-dicke fast keine Strahlung mehr hindurchgeht, dieser physikalische Nachteil technisch überwunden werden. Hans U. Jakob erklärt als Präsident der Schweizer Organisation Gigaherz in einer „Dringenden Warnung vor 5G“ auf der Basis von Unterlagen der Firmen Ericsson und Swisscom: „100-mal mehr Daten in 100-mal höherer Geschwindigkeit wird versprochen. Wir haben immer gerätselt, wie das wohl gehen soll. Jetzt wissen wir es. Anstatt einer Strahlen-keule pro Senderichtung sollen es jetzt 64 sein. Je 8 nebeneinander und je 8 übereinander.“14 Hinzu kommen demnach auch noch „Rundstrahler mit insgesamt 250 Strahlen-keulen. Immer 5 Keulen übereinander oder je 50 im Kreis herum nebeneinander.“
Wie eine Strahlenwaffe
Es wird offenbar heftig. Dabei gibt es bislang kaum Untersuchungen zu den biologischen Effekten von 5G. Immerhin hat eine international präsentierte Studie der Hebräischen Universität zu Jerusalem unter Leitung von Physikprofessor Yuri Feldman Gefahren der Mikrowellenstrahlung im Bereich oberhalb von 50 Gigahertz aufgelistet, wie sie bisher für Strahlen-Waffen geprüft worden ist: „Die Schweißdrüsen in der Haut, zwei bis vier Millionen im Schnitt, reagierten auf diese kurzwellige Strahlung ,wie Antennen'.“15
Deshalb sprach sich in Deutschland Ende August 2018 auch der Ärztearbeitskreis Digitale Medien Stuttgart in einem Offenen Brief an den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, für einen Stopp des 5G-Ausbaus aus.16 Bereits acht Monate zuvor hatten die Schweizer Ärzte für Umweltschutz in einer Medienmitteilung vor einer zu schnellen Einführung von 5G gewarnt. Daraufhin bekundete das Schweizer Bundesamt für Umwelt (Bafu), gemäß dem Vorsorgeprinzip sollten die Emissionen „so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist, mindestens aber so weit, dass nachgewiesene Risiken für die Gesundheit ausgeschlossen werden können.“17 Steht etwa technische und wirtschaftliche Tragbarkeit an erster Stelle? Gesundheitliche Risiken sollen nur ausgeschlossen werden, wenn sie „nachgewiesen“ sind? Die „Beweis“-Forderung stellt allerdings selbst ein wissenschaftlich zu diskutierendes Problem dar.18 Wer im Strahlen-Sektor auf Beweise für Risiken pocht, votiert im Grunde für „Bedenken second“ – und ignoriert einerseits eine vorhandene Fülle von aussagekräftigen Indizien sowie andererseits die Macht der Lobbyisten und die „Diktatur der Konzerne“ (Thilo Bode, 2018).
Jedenfalls geht es um keine bloße Glaubensfrage. Vielmehr verlangt das Thema gerade mit Blick auf die konkret drohende Zuspitzung durch 5G nach einer intensiven gesellschaftspolitischen Diskussion.
Vorbildlich fragen etwa die Radioonkologen Shearwood McClelland und Jerry J. Jaboin unter der Überschrift „Die Strahlungssicherheit von 5G Wi-Fi: beruhigend oder Russisch Roulette?“, ob es nicht angesichts der drohenden Verdoppelung der Dosis der Exposition durch 5G eine medizinische Verantwortung gebe, klinische Kenntnisse der Strahlensicherheit und Strahlen Wirksamkeit zu nutzen, um zu verhindern, dass primär Unternehmensgewinne bestimmen, welche Strahlenexpositionen der kabel-losen Netzwerke akzeptiert werden.19
Auf die Bevölkerung kommt noch einiges zu
Doch eine breitere öffentliche Debatte hierzu findet kaum statt – jedenfalls nicht in Deutschland. Es sieht vielmehr so aus, als sei eine kritische Diskussion von den Befürwortern der Digitalisierung nicht wirklich erwünscht. Die nach Unterdrückung riechenden Stimmen genieren sich heutzutage nicht einmal mehr, sich einschlägig hören zu lassen. So räumt der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann ein: „Was die flächendeckende Versorgung mit 5G betrifft, will ich nicht verschweigen, dass dabei auch auf die Bevölkerung noch einiges zukommen wird.“20
Gerade weil man um erwartbare Widerstände weiß, hat die Mobilfunk begeisterte CSU21 im Politischen Beirat der Bundesnetzagentur um die Jahresmitte 2018 weitgehende brisante Auflagen fürs 5G-Netz durchgesetzt: 98 Prozent aller Haushalte müssen demnach erreicht werden – bei einer Verdreifachung der Datenübertragungsraten; auch sollen Regional- und S-Bahnen sowie die Landwirtschaft Antennen bekommen.22 Ausbau Verpflichtungen in der Fläche werden dem Beschluss zufolge mit strengen Auflagen verknüpft: „Die 5G-Mobilfunktechnik soll möglichst auch den letzten Feldweg und Acker erreichen. Union und SPD wollen die Vergabe der neuen Funk-Frequenzen von extrem weitgehenden Versorgungsauflagen abhängig machen und diese notfalls mit hohen Geldbußen und anderen Sanktionen durchsetzen.“23 Offenbar stellt die Androhung von Bußgeldverfahren eine Konstruktion zur Rechtfertigung rücksichtslosen Vorgehens dar. Immerhin hatten in jenem Beirat Vertreter von FDP, der Linken und den Grünen bemerkt, dass die Forderungen im Beschlussentwurf den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit von Versorgungsauflagen verletzten und dadurch gerichtlich angreifbar seien.24
Inzwischen hat allerdings die Präsidentenkammer der Bundesnetzagentur beschlossen: Bei der Vergabe der Frequenzen fürs 5G-Netz im Frühjahr 2019 wird keine flächendeckende Versorgung vorgeschrieben. Netzbetreiber sollen hierzulande bis 2022 zunächst immerhin 1 000 5G-Funkmasten in den Frequenzbereichen 2 und 3,6 Gigahertz aufbauen.25 Was wiederum keineswegs heißt, dass nicht auf der Ebene von 4G Flächendeckung angestrebt wird: Um die Versorgung mit Mobilfunk in Deutschland zu verbessern, sollen die Netzbetreiber bisherige Frequenzen nutzen; sie müssen bis Ende 2022 mindestens (!) 98 Prozent der Haushalte mit 100 Megabit in der Sekunde versorgen, ebenso alle Autobahnen und Bundesstraßen. Die von Elektro-sensiblen zu ihrem Schutz geforderten „weißen Zonen“26 haben offenbar keinerlei Chance mehr. Auch wird es wohl keine fortschrittliche Lösung beim nationalen Roaming geben, mit dem Netzanbieter bei Lücken im Netz auf das Angebot anderer Betreiber zugreifen könnten.
Licht-funk als Alternative Ließe sich nicht durch stärkere Aktivitäten verantwortungsbewusster Politiker, kirchlicher Ethiker und engagierter Verbände noch rechtzeitig mehr Nachdenklichkeit und eine echte Diskussionskultur erzeugen? Wäre vielleicht eine technische Alternative zu 5G die eigentlich marktreife Visible Light Communication (VLC), also „Licht-funk“ (LiFi)?27 Oder ist doch ohnehin schon alles beschlossene Sache, sodass jeder vernünftige Appell zu spät kommt? Mittlerweile arbeitet man ja sogar schon am 6G-Standard.28
Fortschritts Euphorie oder Menschenrechte Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) betonte Anfang September, Deutschland müsse auch künftig bei technischen Veränderungen vorne sein.29 Wie aber wäre es zur Abwechslung einmal mit dem politisch-ethischen Ansinnen, unser Land solle vorn dran sein beim Bemühen um effektiven Strahlenschutz? Und beim Schutz elektro-sensibler Mitmenschen vor 5G? Hatte doch Kanzlerin Merkel (CDU) nur einige Tage zuvor betont, Demokratie bedeute unter anderem Minderheitenschutz!30
Wenn dies – und auch der Grundgesetz- Artikel 2 über das Recht auf körperliche Unversehrtheit – nicht leere Worte sein sollen, dann müsste der Ausbau von 5G-Mobilfunk solange gestoppt werden, bis seine gesundheitliche Verträglichkeit wissenschaftlich klar erwiesen wäre. Es geht nicht an, dass Deutschland vorne sein muss, wenn die gesamte Bevölkerung zur Versuchs-masse degradiert und ein solch riskantes Experiment per Auflagen allen internationalen medizinischen Vorwarnungen und bürgerlichem Widerstand zum Trotz durchgedrückt werden soll. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm weiß als kirchlicher Ethiker: „Fortschritts Euphorie nennt in aller Regel nicht den Preis, den andere zu zahlen haben.“31 Politiker sollten diesen Preis verantwortungsbewusst einkalkulieren – und auch an die vorderen Artikel des Grundgesetzes sowie der Menschenrechte denken, bevor sie dazu beitragen, 5G auf den Weg zu bringen.
Seit der Einführung dieser Techniken sind die Krankenstände bedenklich gestiegen und immer mehr Straßen in den Hauptstrahlungsrichtungen der Mobilfunkanlagen gelten als „Krebsstraßen“. Trotz weiterer warnender Ausführungen von Fachleuten, Einrichtungen und Ärzte-Appellen wird an diesen Technologien immer noch festgehalten. Selbst die Einstufung dieser Technologien in die Liste der „krebserregenden Stoffe“ durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zu keinem Stopp geführt. Zudem sollen jetzt weitere Techniken mit dem Namen „5G“ dazu kommen. In den Massenmedien wird den Menschen nach wie vor die vermeintliche Notwendigkeit mit all dem angeblichen Komfort angepriesen. Über die wirklichen Hintergründe und Gefahren wird aber geschwiegen.
Diese Webseite hat sich zur Aufgabe gemacht, genau hier anzusetzen und mit Links zu bestehenden Internetseiten weiterzuhelfen, um hier Licht ins Dunkel zu bringen. Die geplante Installation der5. Generation des Mobilfunk (5G), trotz aller bereits vorliegenden Studien, ist ein Angriff auf das Leben vieler Menschen und muß verhindert werden.
epetitionen.bundestag.de: Petition 88260 beim Deutschen Bundestag – „Strahlenschutz – Verfahrensaussetzung zur Vergabe von 5G-Mobilfunklizenzen/Keine Einführung des 5G-Mobilfunkstandards ohne Unbedenklichkeitsnachweis vom 05.12.2018“
2 Mehrere Reviews geben mittlerweile einen Überblick über das gesamte Schädigungspotenzial nichtionisierender Strahlung (z. B. Adem Kocaman u. a.: Genotoxic and carcinogenic effects of non-ionizing electromagnetic fields, in: Environmental Research 163, Mai 2018, 71-79).
26 Vgl. Christine Aschermann/Cornelia Waldmann-Selsam: „Elektrosensibel, Aachen 2017; Franz Adlkofer u. a.: Elektrosensibilität – Risiko für Individuum und Gesellschaft“, St. Ingbert 2018; exemplarisch auch https://www.weisse-zone-rhoen.de/.
27 Vgl. bereits Thiede: „Mobilfunk“, a.a.O. 197ff, sowie https://de.wikipedia.org/wiki/Li-Fi (Zugriff 3.9.2018). Doch auch bei Lichtfunk gilt es vorsorglich auf biologische Effekte zu achten.
28 6G soll einst 400 Gigabit pro Sekunde transportieren und Glasfaser-Technologie mit Richtfunkübertragung verbinden. Die Frage, welche Wirkungen Terahertz-Frequenzen für Biosysteme bedeuten, stellt man offenbar auch hierzu nicht ernsthaft.
29 Laut ZDF-Text vom 3.9.2018, Tafel 126 (18.40 Uhr).
Russland hat jetzt sein erstes militärisches Trainingszentrum in Venezuela eröffnet. Währenddessen Washington weitere Drohungen in Richtung Moskau ausstößt. Zudem bedrohe Russland durch sein vermeintlich provokantes Verhalten den "internationalen Frieden". Russland trotzt in Venezuela weiterhin den USA, genau wie es in Syrien mehrmals getan hat. Wie die russische staatliche Gesellschaft Rostec mitteilte, wurde im Rahmen eines Vertrages zwischen dem Moskauer Unternehmen Rosoboronexport und der staatlichen venezolanischen Compañia Anonima Venezolana De Industrias Militares (CAVIM) "ein modernes Hubschrauber-Ausbildungszentrum eröffnet".
Dabei ließ man sich offensichtlich nicht von der jüngsten Drohung von US-Präsident Donald Trump beeindrucken, der erneut forderte, dass Moskau "aus Venezuela raus müsse". Dabei ließ Trump nicht unerwähnt, dass auch in dieser Sache "alle Optionen auf dem Tisch" lägen.
US-Außenminister Mike Pompeo stieß ins gleiche Horn wie sein Dienstherr.
Russland muss Venezuela verlassen", forderte er am Army War College in Carlisle, Pennsylvania.
Zuvor hatte er gegenüber einem Radiosender erklärt, dass "Maduro auch gehen muss, und das ist das Ziel unserer Mission", während er die venezolanische Regierung gleichzeitig beschuldigte, eine "historische Wirtschaftskrise verursacht zu haben".
Von den US-Forderungen an die Adresse Moskaus ungerührt, betont Rostec währenddessen, dass "Venezuela seit 2005 Russlands größter lateinamerikanischer Partner im Bereich der militärisch-technischen Zusammenarbeit" sei.
Über den genauen Standort des militärischen Ausbildungszentrums drangen bisher keine näheren Informationen an die Öffentlichkeit.
Doch laut Rostec wird das Zentrum venezolanischen Piloten erlauben, "sich einer umfassenden Schulung in der Bedienung und dem Einsatz von Mi-17V-5-, Mi-35M- und Mi-26T-Hubschraubern unter realitätsnahen Bedingungen zu unterziehen". Demnach ermögliche das Zentrum auch die Simulation von Nicht-Standard-Situationen.
Das Zentrum macht die Ausbildung von Piloten sicherer, effizienter und senkt die Kosten deutlich", heißt es in einer Erklärung.
Jorge Arreaza
Derweil teilte der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza gegenüber Reportern mit, dass er sich mit Elliot Abrams getroffen habe, um die aktuelle Situation zu erörtern. Demnach weigerte sich Abrams jedoch, die angespannte Situation auf dem Verhandlungsweg zu überwinden.
Elliot Abrams
Wenn Venezuela, Bolivien, Kuba, Nicaragua oder andere lateinamerikanische Länder Wirtschaftsbeziehungen zu Russland, der Türkei, China und Indien aufbauen wollen, sagen sie, dass Washington keine anderen potenziellen Mächte in seinem Amerika zulässt", erklärte Arreaza, wie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu im Rahmen seiner Reise nach Ankara berichtet.
Neben Trump, Pompeo und Abrams ist es vor allem auch US-Sicherheitsberater John Bolton, der sich mit Warnungen gegenüber Moskau hervortut. Warnungen, deren Logik im umgekehrten Fall für Washington offensichtlich keine Geltung hat.
John Bolton
So war es Bolton, der "Akteure der nicht-westlichen Hemisphäre davor warnte, militärische Vermögenswerte nach Venezuela oder anderswo in der [westlichen] Hemisphäre zu entsenden, mit der Absicht, militärische Operationen auf- oder auszubauen". Ebenso überbrachte Bolton die Botschaft, wonach die Trump-Administration "solche provokativen Aktionen als direkte Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit in der Region" betrachte.
Bislang liefen die wortgewaltigen US-Apologeten des Regime-Change in Venezuela mit ihren Drohungen und Forderungen Richtung Moskau jedoch ins Leere. Gewertet wird das schrille Gebaren aus Washington nicht als Zeichen der Stärke, sondern umgekehrt als Zeichen der Schwäche. Laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums Marija Sacharowa sind die USA "nervös", weil Washingtons "geplanter schneller Machtwechsel in Caracas fehlgeschlagen" sei. Sie verwies dabei auch auf die lange Geschichte des US-Interventionismus in Lateinamerika und anderswo auf der Welt.
Am 6. April trägt ein Gelbe-westen - Teilnehmer ein Kreuz auf dem steht:
"Lieber im Stehen sterben, als auf den Knien zu leben".
LIVE:Gelb-westen-Protest Akt XXI – Demonstration –
– in Paris zum 21. Mal in Folge
Seit Monaten protestieren französische Bürger gegen die von ihnen als antisozial empfundene Politik der Regierung. An diesem Samstag ist es bereits die 21. Woche der Proteste.
Am Mikrofon von RT France erklärten die Demonstranten die Gründe, die sie mobilisieren so:
Während der Pariser Umzug auf das Geschäftsviertel La Défense zusteuerte, sagte Jerome Rodrigues, einer der Teilnehmer des Gelben-westen, den Journalisten die Wahl dieses symbolischen Ortes: "Es gibt kleine Chefs, die bis zu 40% Steuern zahlen, und dann haben Sie sie, die nur 8% zahlen, durch Steuerbefreiung oder Steuerschlupflöcher. "Wir leben heute in einer Welt, in der je mehr Sie gewinnen desto weniger Sie bezahlen, allerdings je weniger Sie gewinnen desto mehr Sie dafür zahlen", fuhr er fort und forderte, dass große Unternehmen mehr zahlen sollten um die Gleichheit willen!
Eine anderer aus der Bewegung, Eric Drouet, wurde am Morgen in der Nähe des Champs-Elysees wegen "Teilnahme an einer verbotenen Veranstaltung" angesprochen und angehalten. Am Mikrofon von RT France liefert er seine Version: "Wir wollten die Metro der Champs-Elysées nehmen [...] Wir demonstrierten nicht, wir wollten nur die Metro benutzen."
Andere gelbe Westen, die von RT France befragt wurden, bestanden auf die wesentlichen Ansprüchen ihres täglichen Lebens, ohne ihre Sorgen über zukünftige Generationen zu verbergen.
"Meine erste Forderung wäre, den Monat überleben zu können."
Ich habe Kinder, ich wünschte, ich könnte in einer Welt leben, in der sie nicht jeden Tag nachrechnen müssen, um sagen zu können: "Was werde ich essen? ", hob so eine Teilnehmerin der Gelbe-weste Demo in Paris hervor.
"Es ist nicht nur die Benzin-steuer", fügte ein anderer Teilnehmer der Pariser Mobilisierung hinzu, bevor auch Sie die Tatsache anprangerte, dass die Menschen nicht länger ihr auskommen haben und den Monat nicht einfach so überleben können.
"Die Rentner bleiben zurück."
Mit 800 Euro, 900 Euro oder gar 1.000 Euro im Ruhestand zu leben, ist nicht möglich.
Es betrifft alle diese einfachen Leute, für die ich kämpfe ", sagte sie.