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Freitag, 3. Mai 2019

Venezuela / Was ist der Wert: der beiden Oppositionsführer Juan Guaidó und Leopoldo López?


"Interimspräsident" Juan Guaidó konnte beim gescheiterten Putsch "Operation Freiheit" den wegen Anstiftung zu Gewalt inhaftierten Nicolás Maduro-Gegner Leopoldo López zur Zuflucht in die Botschaft Spaniens verhelfen. 
Doch beide Oppositionsführer sorgen für Kopfschmerzen.

Auch der jüngste Putschversuch des selbsternannten "Interimspräsidenten" Venezuelas, Juan Guaidó, gegen den gewählten Präsidenten Nicolás Maduro ist gescheitert. 
Dafür verhalf die "Operation Freiheit" getaufte Aktion dem Oppositionsführer Leopoldo López zur Freiheit. 
Dieser saß seine mehrjährige Haftstrafe wegen Anstiftung zu Aufruhr und Gewalt aus gesundheitlichen Gründen im Hausarrest ab. Mittlerweile befindet er sich mit seiner Familie in der Botschaft Spaniens.

Während der venezolanische Präsident Nicolás Maduro und seine Regierung zum Dialog und zur Erneuerung der "Bolivarischen Revolution" aufrufen und die Loyalität des venezolanischen Militärs unterstreichen, sorgen die jüngsten Entwicklungen für Kopfzerbrechen bei den internationalen Unterstützern der Regime-Change-Bemühungen in Venezuela.


Juan Guaidó musste ein weiteres Mal feststellen, dass seinem Aufruf als "Präsident Venezuelas" an die Streitkräfte des Landes, sich gegen den "Usurpator Nicolás Maduro" zu stellen, lediglich einige vereinzelte Überläufer folgten. 
Offenbar schätzte er die Bereitschaft des venezolanischen Militärs, ihn und einen gewaltsamen Regierungswechsel zu unterstützen, falsch ein. 
Der US-Sonderbeauftragte für Venezuela, Elliott Abrams, zeigte sich entsprechend irritiert angesichts der fehlenden Bereitschaft der Bolivar-ischen Streitkräfte, wie "besprochen" zu handeln. Stattdessen hätten sie im entscheidenden Moment die "Handys ausgeschaltet".

Auch aus Brasilien, das unter seinem neuen rechtsgerichteten Präsidenten Jair Bolsonaro zu den entschiedensten Befürwortern eines "Regime-Changes" in Venezuela zählt, berichten Medien-stimmen über Kritik aus den Kreisen des brasilianischen Militärs an Juan Guiadós überstürzter und schlecht organisierter Aktion.

"Guaidós Verzweiflung" – "Unglückliche Figur"

Der venezolanische Oppositionsführer Juan Guaidó ist "eine Art unglückliche Figur", denn "er ruft zu massiven Protesten auf und niemand erscheint", sagte Daniel McAdams, Exekutivdirektor des Ron Paul Institute, das nach dem ehemaligen Kongressabgeordneten und Präsidentschaftskandidaten der Republikaner Ron Paul benannt ist, der McAdams am Dienstag zu seinem Programm "Liberty Report" eingeladen hatte, um die Situation in Venezuela zu analysieren.
Er [Juan Guaidó] ist jetzt nicht nur für die CIA, sondern auch für sein eigenes Opposition Team tot mehr wert als lebendig", warnt Daniel McAdams nach dessen jüngstem gescheiterten Versuch, den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu stürzen.
Paul, der sein Programm den gescheiterten Versuchen von Juan Guaidó widmete, die Regierung mithilfe Washingtons zu über-nehmen, zeigte sich besorgt über die Möglichkeit, dass das Latein-amerikanische Land im Falle einer Provokation in eine Welle großer Gewalt gestürzt wird.
Wenn es eine 'False-Flag' [-Operation] gibt oder wenn sie einen wichtigen Beamten egal welcher Seite töten, ist es unmöglich vorherzusagen, was passieren könnte", warnte der frühere republikanische Politiker.
In diesem Sinne wies McAdams darauf hin, dass Juan Guaidó selbst Gegenstand dieser Art von Provokation sein könnte, angesichts seiner Laufbahn und nachdem er den Protest gegen die Regierung Nicolás Maduros nicht mobilisieren konnte.

"Ich glaube nicht, dass er selbst merkt, dass er in Wirklichkeit tot mehr wert ist als lebendig, nicht nur für die CIA, sondern auch für seine eigenen Oppositionellen", fügte er hinzu.


Es "scheint eine Art Verzweiflung zu sein", sagte McAdams über Juan Guaidós Ankündigung vom Dienstag der "letzten Phase" der Operation zum Sturz der Regierung. Denn der venezolanische Oppositionspolitiker "erklärte sich im Januar zum Interims-Präsidenten, und es geschah nichts". Auch seine Bemühungen, das Militär auf seine Seite zu ziehen, blieben erfolglos.

Auf der anderen Seite kritisierte Paul die Regierung und hochrangige Beamte der USA, die einerseits Juan Guaidó und seine Bemühungen, die Macht in Venezuela zu übernehmen, nach-drück-lich unterstützen und andererseits zur gleichen Zeit die angebliche Einmischung Russlands in die Präsidentschaftswahlen 2016 empört anprangern.


"An wie vielen Orten haben wir uns in den letzten 20, 30, 40, 50 Jahren eingemischt? Ich meine, das ist 'unser Geschäft'. Es stärkt unser Imperium", sagte der ehemalige Kongressabgeordnete, der Personen wie Außenminister Mike Pompeo oder den Nationalen Sicherheitsberater John Bolton als eine "Gruppe von Clowns" bezeichnete, die venezolanische Soldaten auffordern, die Verfassung ihrer Nation zu schützen, indem sie in Juan Guaidós Lager überlaufen.
Sie haben keine Ahnung vom Verfassungsrecht in unserem Land. Und sie werden dann das Verfassungsrecht in anderen Ländern wiederherstellen? Das sind nur Klischees und Unsinn!", fuhr Paul mit seiner Verurteilung fort. 
In den frühen Morgenstunden des Dienstags befreite der Abgeordnete der Opposition im venezolanischen Parlament und selbst ernannte "Interimspräsident" Juan Guaidó mithilfe einer Gruppe von Soldaten Leopoldo López, der zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden war, aus seinem Hausarrest. Juan Guaidó erschien mit Leopoldo López und einer Gruppe von Deserteuren der Streitkräfte in einem Video und forderte das Volk und die Armee auf, sich einem Staatsstreich gegen den demokratisch gewählten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro anzuschließen.

Nach Juan Guaidós Aufruf zum Staatsstreich kam es in verschiedenen Teilen der Hauptstadt Caracas zu Zwischenfällen zwischen Oppositionsgruppen und Ordnungskräften.

Präsident Nicolás Maduro rief seinerseits über den Kurz-Nachrichtendienst Twitter dazu auf, "die Nerven aus Stahl" zu behalten, und berichtete, dass alle Kommandeure des "Strategischen Operation´s Kommandos der Nationalen Streitkräfte (FANB)" und der sogenannten "Zonen der integralen Verteidigung" ihre Loyalität "zum Volk, zur Verfassung und zum Heimatland" zum Ausdruck brachten.


Ebenso erklärte Verteidigungsminister Vladimir Padrino López, dass "die Nationalen Streitkräfte fest auf der Seite der Verteidigung der Verfassung und ihrer legitimen Behörden stehen" und dass "alle militärischen Einheiten von Normalität berichten".

Leopoldo López in der spanischen Botschaft

Nicht nur die wiederholte Erfolglosigkeit des "Interimspräsidenten" Juan Guaidó sorgt für Irritationen, sondern auch die Anwesenheit des Oppositionspolitikers Leopoldo López in der spanischen Botschaft in Caracas. Leopoldo López hatte zwar angekündigt, kein politisches Asyl in der Botschaft zu beantragen. Doch zugleich machte er deutlich, dass er so lange in der diplomatischen Vertretung bleiben wolle, bis "die Usurpation beendet ist", was ihm zufolge lediglich eine Frage von "einigen Wochen" sei. 
In einer Stellungnahme im Außenbereich der Botschaft schloss Leopoldo López die Anwendung von Gewalt zum Sturz der Regierung Nicolás Maduro ausdrücklich nicht aus.

Ein venezolanisches Gericht ordnete am Donnerstag erneut die Festnahme von López wegen "flagranter" Verletzung seines Hausarrestes an. Ihm wird außerdem der Verstoß gegen die Haftauflagen hinsichtlich "politischer Stellungnahmen über konventionelle und nicht-konventionelle, nationale und internationale Medien" vorgeworfen. Das Gericht entschied, dass Leopoldo López weiterhin seine 13-jährige Haftstrafe zu verbüßen hat.

Im September 2015 wurde Leopoldo López nach einer Demonstration der Opposition im Februar 2014, bei der 43 Menschen starben, unter anderem wegen Anstiftung zum öffentlichen Aufruhr und zur Gewalt verurteilt. 
Drei Jahre später entschied der venezolanische Oberste Gerichtshof, dass Leopoldo López seine Haftstrafe wegen "gesundheitlicher Probleme" im Hausarrest verbüßen kann.
Spanien wird nicht zulassen, dass seine Botschaft zu einem Zentrum des politischen Aktivismus für die Opposition wird", erklärte der spanische Außenminister Josep Borell bei einer Pressekonferenz während seines offiziellen Aufenthaltes im Libanon.
Borell berichtete auch von Gesprächen mit der Regierung Nicolás Maduro über die gegenwärtige Situation des Oppositionspolitikers in der spanischen Botschaft. Trotz politischer Divergenzen zwischen den Regierungen beider Länder und der Anerkennung von Juan Guaidó als Interimspräsident durch Spanien sprach Borell von einer "höflichen" Beziehung, die er zur venezolanischen Regierung unterhält.
Die Absicht der [spanischen] Regierung ist es, ihn [Leopoldo López ] dort zu belassen. Wir gehen davon aus, dass die Sicherheit der Einrichtungen der Botschaft gewährleistet und es keine Intervention gegen diese geben wird", erklärte zusätzlich der spanische Minister für Entwicklung und Infrastruktur, José Luis Ábalos, im spanischen Fernsehen.
Demgegenüber kritisierte der Botschafter Venezuelas in Madrid am Freitag im spanischen Radio die Vorgänge in der spanischen Vertretung in Caracas:
Es ist unerhört, dass er [Leopoldo López] das Haus des Botschafters als Operationsbasis nutzt, um zu einem militärischen Aufstand aufzurufen, nachdem sein Versuch vom 30. April fehlgeschlagen ist.
Die Position der spanischen Regierung gegenüber Venezuela ist ebenso widersprüchlich wie die anderer westlicher Regierungen. Denn einerseits erkennen sie den nach der venezolanischen Verfassung nicht legitimierten "Interimspräsidenten" Juan Guaidó an und unterstützen ihn, obwohl er wiederholt zum gewaltsamen Sturz des gewählten Präsidenten Nicolás Maduro aufruft. Und andererseits lehnen sie den Einsatz von Gewalt für einen solchen Regierungswechsel ausdrücklich ab.

Zwei venezolanische "Botschafter" in Spanien

Die Anwesenheit des Oppositionsführers Leopoldo López in der spanischen Botschaft in Caracas, der von dort aus explizit einen Putsch gegen die Nicolás Maduro-Regierung unterstützt, verschärft die ohnehin widersprüchliche Position Spaniens zusätzlich, da es gegenwärtig zwei venezolanische "Botschafter" in Spanien gibt: einen Repräsentanten von Juan Guaidó, der offiziell nicht anerkannt und daher ohne jeden diplomatischen Status ist, und den offiziellen Botschafter der Regierung Nicolás Maduro, der weiterhin über alle diplomatischen Beglaubigungen verfügt und uneingeschränkt seine Amtsgeschäfte ausübt.
Sollte Spanien nun gemäß seiner Anerkennung von Juan Guaidó auch dessen Repräsentanten als offiziellen Botschafter in Spanien anerkennen, so würde dies nach dem "Gegenseitigkeitsprinzip" des Artikels 47 der Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen in identischer Weise den Status der Botschaft Spaniens in Venezuela betreffen:
Es gilt jedoch nicht als Diskriminierung, wenn der Empfangsstaat eine Bestimmung dieses Übereinkommens deshalb einschränkend anwendet, weil sie im Entsende-staat auf seine eigene Mission einschränkend angewandt wird.
Da Nicolás Maduro die tatsächliche Kontrolle über das Gebiet der diplomatischen Vertretung Spaniens in Venezuela hat, könnte er also in diesem Fall seinerseits den diplomatischen Status des offiziellen Repräsentanten der spanischen Regierung aberkennen. Dieser würde dann nicht mehr durch die Immunitäten und Vorrechte gemäß der Wiener Konvention geschützt. Ebenso wenig wie sein "Gast" Leopoldo López, der von den venezolanischen Behörden umgehend festgenommen werden könnte.

Auf die Spitze trieb es derweil Mario Diaz-Balart, ein republikanisches Mitglied im US-Repräsentantenhaus in Washington, der in einer Sendung von Fox News am Dienstagabend behauptete, dass Russland wie vor 57 Jahren während der Kubakrise, Raketen mit nuklearen Gefechtsköpfen in Venezuela stationiert habe. Allerdings konnte er keinerlei Beweise für seine These in der Sendung aufbringen.  


Venezuela und der Putsch der ja laut John Bolton 
gar kein Putsch war!


Venezuela Coup! Will Neocons (Finally) Get Their War?

Das Video kann man auf YouTube sich übersetzen lassen!

In der Morgendämmerung kündigte der von den USA selbst unterstützte und selbsternannte Präsident von Venezuela, Juan Guaido, die "letzte Phase" seines Putsches gegen die Maduro-Regierung an. Während Überläufe vom Militär zu diesem Zeitpunkt geringfügig sind, ist nicht bekannt, ob der Putsch die kritische Masse erreichen wird. In den USA bejubeln sowohl die Republikaner als auch die Demokraten, die vor nicht allzu langer Zeit wütend waren, dass die Russen in unsere Wahlen eingegriffen haben, diese Einmischung der USA bei den Wahlen in Venezuela. US-Neocons haben sich aus der Sicherheit ihrer Keyboards an dem Kampf beteiligt.

Mehr zum Thema: Venezuela-Krise: Maduro behauptet sich gegen den gestörten" Putschversuch von Juan Guaido!

Donnerstag, 11. April 2019

#WikiLeaks: Und die bedeutendsten Veröffentlichungen der Enthüllung´s-Plattform!


Julian Assange ist von der britischen Polizei verhaftet worden, nachdem Ecuador ihm das diplomatische Asyl entzogen hatte. Erste Reaktionen sprechen von Schande und einem großen Verbrechen. RT Deutsch und wir haben die wichtigsten Veröffentlichungen von WikiLeaks zusammengestellt.

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks wurde nach eigenen Angaben 2006 von Julian Assange gegründet. Zu ihrer Tätigkeit schreibt die Plattform:
WikiLeaks ist spezialisiert auf die Analyse und Veröffentlichung großer Datensätze von zensierten oder anderweitig eingeschränkten offiziellen Materialien zu Krieg, Spionage und Korruption. Sie hat bisher mehr als zehn Millionen Dokumente und zugehörige Analysen veröffentlicht.
Viele der Veröffentlichungen von WikiLeaks erregten weltweit Aufsehen und Kontroversen, sowohl wegen ihres Inhaltes als auch wegen der anonymen Arbeitsweise von WikiLeaks. Assange stand als Mitbegründer und langjähriger Chefredakteur der Plattform besonders in der medialen Öffentlichkeit und in der Kritik. Anlässlich eines Ermittlungsverfahrens der schwedischen Behörden mit einer drohenden Festnahme und Auslieferung an die USA beantragte Assange im Juni 2012 politisches Asyl in der Botschaft Ecuadors in London, in der er sich seitdem aufhielt. Trotz der Einstellung des schwedischen Ermittlungsverfahrens im Mai 2017 sollte Assange weiterhin von den britischen Behörden festgenommen und womöglich an die USA ausgeliefert werden.



Die bedeutendsten Veröffentlichungen von WikiLeaks

April 2010: Collateral Murder / Luftangriffe in Bagdad



WikiLeaks veröffentlicht die Bordvideos (Bild und Ton) von US-Kampfhubschraubern während ihres Angriffs auf eine Gruppe von rund zehn Männern in Bagdad am 12. Juli 2007. Der mehrfache Beschuss mit Bordkanonen und Raketen forderte mehrere Tote und Verletzte, unter letzteren auch zwei Kinder. In der Gruppe waren zwei für Reuters arbeitende Kriegsberichterstatter, die beide bei den Angriffen getötet wurden.


RT sprach mit Julian Assange über diese Videoveröffentlichung, die WikiLeaks mit einem Schlag weltweit bekannt machte.



Oktober 2010: War Diaries / "Kriegs-Tagebücher"




WikiLeaks veröffentlicht Hundertausende Dokumente über die Kriege in Afghanistan und im Irak aus dem Zeitraum 2004 bis 2009. Die Dokumente enthalten Frontberichte sowie Material von Geheimdiensten, Botschaften und weiteren Quellen.


Die durchgesickerten Dokumente zum Krieg in Afghanistan stellten den bis dahin größten Sicherheitsverstoß in der US-Militärgeschichte dar und wurden von der New York Times, dem Guardian und dem Spiegel veröffentlicht. Der Umfang der wenig später veröffentlichten Dokumente zum Krieg im Irak war noch größer und gilt als die "Mutter aller Whistleblower-Veröffentlichungen", schrieb RT seinerzeit:
Die vielleicht schockierendste Offenbarung aus diesem Berg von geheimen Dokumenten ist, dass im Laufe des siebenjährigen Krieges viel mehr irakische Zivilisten getötet wurden als zuvor registriert. Von den rund 110.000 im Irak gemeldeten Todesfällen waren rund 66.000 Opfer Zivilisten.

RT berichtete über die erste Veröffentlichung der Kriegs-Tagebücher zu Afghanistan ...



... und über die zweite Veröffentlichung der Kriegs-Tagebücher zum Irak.





November 2010: Public Library of US-Diplomacy ("Cablegate") / Depeschen US-amerikanischer Botschaften

WikiLeaks veröffentlicht eine Sammlung Hundertausender Dokumente aus der Kommunikation zwischen den Botschaften und dem Außenministerium der USA, bestehend aus internen Berichten und Lagebeurteilungen aus den Jahren 1966 bis 2010.



Mit der schrittweisen Veröffentlichung Zehntausender sensibler diplomatischer Depeschen ("Kabel") von US-Botschaften auf der ganzen Welt scheint es, dass Assange und WikiLeaks schließlich eine Veröffentlichung zu weit gegangen sind, kommentierte RT diese Enthüllungen und bezeichnete sie als "diplomatisches 9/11", auch wenn einige Experten die dokumentierten diplomatischen Gepflogenheiten der USA nicht grundsätzlich als Neuigkeit einschätzten.



April 2011: The Guantánamo Files ("Gitmo Files") / Dokumente aus dem Lager Guantánamo



WikiLeaks veröffentlicht geheime Dokumente über die Internierten im Gefangenenlager im US-Stützpunkt Guantánamo auf Kuba, das 2002 nach der US-Invasion in Afghanistan eingerichtet wurde.


Die Materialien belegen eine hohe Rate von Inhaftierungen unschuldiger Menschen in dem Lager. Viele der Dokumente lieferten den Beweis für etliches, worüber Aktivisten jahrelang spekuliert hatten – von der Behandlung von Häftlingen bis hin zu den Zielpersonen. Kränkelnde ältere Bauern wurden entführt, neunjährige Kinder, Jugendliche und diejenigen, die Casio-Uhren kauften, standen alle auf der Liste derjenigen, die später als unschuldig befunden wurden. Dies berichtete seinerzeit RT über die "Gitmo Files".



März/Juli 2016: Hillary Clinton Email Archive – DNC Emails / E-Mails der Nationalsversammlung der US-Demokraten



WikiLeaks veröffentlicht im März eine Sammlung von rund 30.000 E-Mails und E-Mail-Anhängen, die über das private E-Mail-Konto von Hillary Clinton liefen, während sie bereits US-Außenministerin war, und ab Juli fast 20.000 E-Mails und über 8.000 E-Mail-Anhänge des obersten nationalen Gremiums der Demokratischen Partei (Democratic National Committee, DNC) der Vereinigten Staaten. Letztere sind der Ausgangspunkt für das bis heute andauernde sogenannte "Russiagate", wonach Russland die Wahlen zur US-Präsidentschaft 2016 beeinflusst hätte.


Viele der DNC-E-Mails deuten darauf hin, dass führende Mitglieder der Demokraten die interne Vorwahlkampagne von Bernie Sanders zugunsten von Hillary Clinton sabotierten, wie RT berichtete.



März 2017: Vault 7 / CIA Hacker-Tools




WikiLeaks veröffentlicht Dokumente zu den Hacking-Aktivitäten des US-Geheimdienstes CIA aus den Jahren 2013 bis 2016 mit Details zu den Möglichkeiten, über Software-Tools Autos, Fernseher, Web-Browser und Computer-Betriebssysteme zu infizieren und zu manipulieren.


Die CIA entwickelte auch eine Software, die ihre Hacker-Aktivitäten mit einer Tarnkappe umgibt – auf diese Weise sind die Hacker-Werkzeuge der CIA nicht mehr identifizierbar, berichtete RT Deutsch über die besondere Brisanz der CIA-Hacking-Fähigkeiten.



Mehr zum Thema - WikiLeaks erinnert: US-Militär nutzt Weltbank, IMF und OECD als finanzielle Waffen



Im exklusiven RT-Interview mit Star-Journalist John Pilger sprach Julian Assange über die geheime Welt der US-Regierung.



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Aktivisten enttarnen Undercover-Agenten in London, die Julian Assange verhafteten!

Julian Assange am Donnerstag in London verhaftet er soll an die USA ausgeliefert werden!

#LIVE Julian Assange #LIVE vom Amtsgericht in Westminster nach der Verhaftung